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Von irgendwoher kamen dann die Geräusche durch das Fenster, legten sich über den ganzen Raum und wiesen den Menschen darauf hin, dass er nun alleine war.

Sein Blick noch auf etwas Licht geklammert, etwas Musik im Ohr, dennoch eine Stille, irgendetwas war verstummt, irgendetwas sang nicht mehr, irgendetwas wurde letztlich von der Stille genommen, erstickt.

Letztendlich realisierte er wohl gar nicht mehr, was mit ihm geschah, erkannte vielleicht zu spät, was es war, vielleicht lag es auch schon vor ihm, doch er konnte es, so filigran es doch war, nur nicht greifen, nicht mit den zitternden Händen, die er besaß.

1 Kommentar 6.7.08 00:20, kommentieren



Der Tag des Küssens...

ist doch eine Provokation an und für sich und überhaupt! Mit einem Blick auf die sehnsüchtigen einsamen Menschen unter uns, reiben sich die Erfinder des Tages wohl sicher jedes Jahr erneut die Hände!

 

Klar ist erwiesen, dass viele gerne küssen, dass Küssen äußerst förderlich für die Gesichtsmuskulatur ist, Küssen befreie wohl Glückshormone, Küssen ist Liebe pur!

Ehrlich, ich mag den Tag ja durchaus, ist doch auch niedlich, aber irgendwie sind die schönsten Tage des Jahres zugleich die blödesten, schließlich tragen sie neben der Freude gerne so einige Sehnsüchte mit ich herum.

 

Nun ja, und wer hier möchte noch gerne küssen?

3 Kommentare 6.7.08 21:59, kommentieren

So gut wie Sommerferien!

Und die Sonne lacht sich einen am Himmel ab.

Und die Schule ist unglaublich entspannt, die Lehrer hochmotiviert daran bemüht, den Unterricht in's Eiscafé oder in ähnlich pädagogisch schmilzende Gefilde zu verlagern, dabei lacht sich die Sonne weiterhin einen ab und die Freizeit ist nahezu überall greifbar.

 

In so einer Zeit ist doch eigentlich ausreichend Zeit, um wieder einmal zu bloggen, wieder einmal die Hand nach den Lesern auszustrecken, in Hoffnung, dass sie denn noch immer treu sind.

Aber...ich kann doch darauf zählen, oder etwa nicht?

 

Spannend übrigens auch, wie schnell sich mein Leben doch etwas umgestellt hat, sodass es zwar von Außen immer noch dröge wie eh und je wirken sollte, innen aber irgendwie...öhm, umgestellt wurde.

Längerfristig, kurzfristig, mittelfristig, ohne Frist.

Und um so länger man das Wort schreibt, desto seltsamer kommt es einem vor, umso länger man schreibt, umso besser scheint es zu gehen und umso besser verliert man den Faden an das eigentliche Thema.

Wunderbar!

 

Eis.

Ich mag Eis.

Esse es überaus gerne, mag doch recht viele Geschmackssorten, mag ein bisschen kalte Süße auf meiner Zunge, mag die Wärme, in der man es doch dann am besten genießen kann.

Dann mag ich auch wieder das Eisessen, nur nicht so, nicht ganz so distanziert, nicht ganz so im schulischen Rahmen, irgendwie eine Fadensuche, wenn man dann wieder dabei ist, irgendetwas in der Luft aufzugreifen, das gesagt wurde, förmlich danach schreit beantwortet, registriert zu werden, aaaaber so schlau das Geschreibsel, so lasch das Gesprochene.

 

Und dann eine Klassenfahrt...

So gut wie Sommerferien!

Fehlt nur etwas, wenn sich die Sonne wieder einen ablacht.

2 Kommentare 11.7.08 12:48, kommentieren

Kafka!

Ganz ehrlich: Der Kerl...hat was.

 

Das war jetzt provokant, nicht?

Man mag sich an dieser Stelle ja sicher sonst was denken, aber ich denke es wohl nicht, es sei denn man denkt wieder auf literarischer Ebene. (runter von euren schmutzigen Gedanken!)

 

Jedenfalls hat bei diesem Herren wieder mein Gespür für Literatur, die eventuell interessant, aber auf jeden Fall intellektuell und stilvoll sein muss, zugeschlagen.

Das heißt natürlich nicht, dass ich mich jetzt in irgendeine Buchhandlung begeben würde, um mir tatsächlich etwas von dem Herren zu kaufen, vor allem, da der Deutschunterricht in letzter Zeit ja schon gute Versorgungsdienste geleistet hat und ganz und gar nicht unschuldig an meinem Interesse war.

Eher werde ich ihn mir vormerken und...wohl vergessen.

 

Aber Kafka...

Der Name alleine klingt ja schon intellektuell genug, um eine ganze Schar kompetenter Studenten damit abzuservieren, oder nicht?

2 Kommentare 11.7.08 13:00, kommentieren

Nacht der Helden

Die war dann wohl gestern.

Und gestern war eine gute Nacht.

Woran lag's?

 

Zum einen nenne ich da einmal die Vorgruppe "Tele". 

Das klingt jetzt irgendwie nach Kindergedudel oder nach unkomerziell-trockener Sendervorschau, stellte sich aber als gutgelaunte Band mit vielen Gitarren und viel Spielwitz heraus.

Die wollten dann auch bald ihr "Olivenöl" anbieten, wenn der Fan dann einmal so geneigt war, neben dem übermächtigen Merchandise-Shop der Helden nach "Tele" zu suchen.

 

 

Die Helden waren natürlich der zweite Grund und brachten neben tollen Songs natürlich auch ihre typische Sympathie entgegen. Es gab also viel zu schmunzeln, lachen und zu jubeln.

Der dritte Grund war überraschender, denn keiner rechnete so wirklich damit, dass der Busfahrer, der uns vom Festivalgelände kutschierte so singbegeistert war!

 

Und einen vierten Grund gab es ebenso, der beinhaltete zwei sehr nette Bekanntschaften: Eine Dame auf ihrer Suche nach einer Arbeitsstelle bei der Polizei und ein isrealischer Student aus Basel auf seinem Weg von Hamburg nach Basel, im Schlepptau ein Schild auf dem sich zu einer gelben Zeichnung der Sonne der Schriftzug "Süden" gesellte.

Zusammen wurde die Warterei auf den Zug und die Heimfahrt also doch recht kurzweilig und interessant.

 

Letztendlich stelle ich mir so ein gelungenes Konzert vor!

(Falls irgendjemand noch immer nicht lesemüde geworden sein sollte, darf er sich hier einen genaueren Konzertbericht ansehen, wenn er möchte.)

5 Kommentare 13.7.08 19:03, kommentieren

Einflüsse

Gnadenlos, überall, ergreifend.

 

Ich ziehe durch den Alltag, sehe, erfasse, begreife, entdecke die Dinge, sehe, was andere Personen auf die Beine gestellt haben, taste nach vorbildlichen Rollen auf die ich zurückgreifen kann, um mein Verhalten irgendwie zu rechtfertigen, um dem Ganzen ein Fundament zu geben.

 

Aber es ist nicht leicht.

 

Nicht leicht vom Richtigen und Falschen zu unterscheiden.

Oh, und wer bitte definiert hier denn "Richtig" und "Falsch"?

Und wo ist dort denn die Sicherheit, dass es "richtig" ist?

2 Kommentare 19.7.08 21:15, kommentieren

Buchhandlungen

Merkwürdig eigentlich, schließlich war es vorher nicht so.

 

Vorher war ich eigentlich nie so wirklich davon begeistert.

Nicht sonderlich begeistert davon mich in eine Buchhandlung zu verirren und mir zig Bücher anzusehen, die Rückseiten zu studieren, mir meine Meinungen zu bilden.

 

Aber irgendwie bin ich durch eine Buchempfehlung in der Zeitung dann doch dazu bewegt worden, einen Schritt zu tun.

Dieser Schritt bestand eigentlich aus mehreren Schritten, die mich schließlich in der Buchhandlung stehen ließen.

Und dann habe ich einfach nur ein Buch bestellt, das war's dann auch mit meinem Besuch.

Darauf habe ich mir wieder ein Buch bestellt und kam so langsam in den Genuss mir das ganze einmal anzusehen, mich in die obere Etage der Buchhandlung zu verirren, dort dann endlich zu stöbern.

Am kalten Morgen hatte das seine eigene, unglaubliche Faszination, seine Art von Geborgenheit und letztendlich war es einfach schön.

Schön auch sich einmal im Schulalltag etwas zu flüchten, die ruhige Atmosphäre einzuatmen ohne irgendwelche Hetzereien.

 

Gemütlichkeit.

Das ist es wohl, was es so attraktiv macht gerade eine Buchhandlung zu besuchen.

 

Nun ist es auch so, dass ich erheblich mehr lese, als zuvor.

Eigentlich müsste ich doch der Zeitung danken, oder etwa nicht?

5 Kommentare 20.7.08 14:25, kommentieren