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The first story of the year

Welcome back in year 2008.

 

Unauffällig hatte das Jahr begonnen, kaum hörbar (von den ganzen Knallereien mal abgesehen), aber dann recht versöhnlich mit einigen Glückwünschen und einigen geschüttelten Händen und auch Umarmungen.

Betrunken waren zu dem Zeitpunkt so einige, aber die Gäste, sowie meine Familie haben sich gut gehalten und es ging in die Kälte, ein bisschen rumgeballert und ich habe ein bisschen aufgenommen, dann bin ich wieder rein und fertig wars.

 

Jetzt habe ich wohl ausreichend Zeit einen Zettel mit verspäteten Vorsätzen zu schreiben, aber da wir uns im Zeitalter der digitalen Mittel befinden, überziehe ich den Blog mit etwas Utopie.

 

Cheers at all!

 

  • Mehr leben, weniger Gedanken machen
  • Weniger faul sein
  • Mehr unternehmen
  • Mehr Regelmäßigkeit in den Alltag bringen
  • Mich und meine Umwelt hygienisch aufpushen
  • To improve myself in everything I can reach or something like that, you know, to be a better man


Und weil ihr's seid, habe ich noch ein extrem heißes Bild auf Lager:


Und Kinder, nicht nachmachen!

Lasst die Erwachsenen Erwachsene sein und die Fliegen graue Fliegen, erholen werden sich beide und wenn ihr dann getrunken habt, gibt's eins auf die Klappe!

7 Kommentare 1.1.08 00:57, kommentieren



Last day of holidays

Der ist natürlich obligatorisch.

Der ist obligatorisch für Gedankengänge, die selten irgendeine Funken Hoffnung versprühen, obligatorisch für Melancholie, zumindest bei mir, wahrscheinlich geht es anderen in der Hinsicht etwas besser.

Dann habe ich mir heute noch gleich zwei CDs gekauft:

 

 

(Fluch der Karibik Soundtrack)

 

(Goo Goo Dolls: Greatest Hits Vol.1/Singles)

 

Zu letzterem habe ich auch noch ein Video, das mir sehr gut gefällt, der Song ist auch auf dem Album und ist einfach wunderschön.

So wunderschön wie manche Dinge im Leben, aber irgendwo auch so bitter wie sie es sind.

 

Aber mal genug der Melancholie: Ich hoffe ihr hattet erholsame Ferien und wünsche euch einen angenehmen Start in die Woche.

4 Kommentare 6.1.08 19:47, kommentieren

Kurzgeschichte: Dolchwandel

Am späten Sonntag habe ich eine Kurzgeschichte für euch dabei, wäre schön wenn ihr sie euch anseht.

Über Kommentare wäre ich sehr froh.

 

Viel Spaß beim Lesen wünsche ich euch.

 

Sie hob den Blick.

Seine Gestalt zitterte vor ihren Augen, verschwamm immer wieder, als sie versuchte einen festen Platz zu finden, alles verschwamm und löste sich in kleinen Tränen aus ihren Augen.

Er war so gefasst, war sich so sicher, dass es für ihn zuende war, erkannte keine Möglichkeit darin, noch zu fliehen, noch zu rennen, sich endgültig von ihr zu lösen.

Ihre Hand fuhr über das helle Holz der Schatulle auf ihrem Tisch, es war so kalt, so kalt und glatt, nur der kleine Griff mit dem sich die Schatulle öffnen ließ, störte diese kalte Fläche.

Sie zog schwerfällig an dem Griff und öffnete die Schatulle, etwas kleines silbernes, ein Dolch, lag darin, sie nahm ihn heraus und balancierte ihn in ihren Händen, es fiel ihr so schwer ihn überhaupt zu halten.

„Hier und jetzt?“, fragte sie kalt, kalt wie ihre Tränen.

Er nickte, seine Gestalt verschwamm erneut.

 

Sie legte den Dolch auf den Tisch und stand auf, blickte zu ihm hinab, auf seine Fesseln, auf seine wehrlose Präsenz, auf seine kraftlose Haltung.

Dieser Mann könnte unmöglich einen Menschen getötet haben, unmöglich...mit diesen Händen.

Sie zitterte, diese Hände waren niemals kalt gewesen, niemals, als sie auf ihrer Haut lagen, niemals als er sie verführte, er, dem sie jederzeit ein stummes Einverständnis gab, wenn er seine Hände an ihre Haut gelegt hatte, er, seine Lippen an ihre, seine Süße auf ihrer Zunge.

Sie konnte die Tatsachen nicht leugnen, sie konnte nicht leugnen, dass es die Leiche ihres Vaters war, die damals im Flur lag, während er darüber stand, so stumm, so hilflos, aber doch...mit einem Messer in den Händen, so blutverschmiert, wie seine Arme.

Er hatte dieses Blut gekostet, er hatte dem Drang nachgeben müssen, nur er war danach noch in ihre Arme gesunken und wohl nur sie hatte ihn gehalten, ihn nicht fallen gelassen.

Sie hatte ihn immer noch geliebt, sie hatte ihren Vater geliebt, dennoch vergab sie ihm, dem Mörder.

 

Seine Augen lagen still da, still und intelligent, still und wissend, er war nie anders gewesen, sie hatte ihn nie anders gekannt, nie.

Seine Schultern waren herabgesunken, seine Wirbelsäule krumm in dieser Haltung, seine ganze Haltung verging unter ihrem Blick, unter einem Blick, der strenger nicht hätte sein können: Es war der Blick einer Liebenden.

Konnte man Liebe auf irgendeine Weise befreien?

Konnte man sie auf irgendeine Weise an das Licht führen?

Dort, wo sie hell da liegt, entfernt von irgendwelchen körperlichen Sünden, einfach hinaus auf eine Ebene, auf der nur ihre Herzen waren, irgendwo vereint.

So nicht.

Sie ergriff das Messer und ging auf ihn zu.

 

Seine Gestalt krümmte sich, er schloss die Augen, er schloss die Augen und verschloss sein Inneres, verschloss ihre ganze Liebe.

Sie stand vor ihm, zückte das Messer, während sie sich zu ihm vorbeugte, ihre Lippen an sein Ohr:

„Du weiß nicht, wen du noch nicht getötet hast, habe ich recht?“

Er sah zu ihr auf, gebrochen und verloren, ihr vollkommen schutzlos ausgeliefert, er, ein Mörder, der Mörder ihres Vaters, nicht mehr.

Verloren starrten diese Augen in ihre, schienen plötzlich aufzuleuchten.

Sie lächelte nur und legte das Messer an die Schnüre, die seine Handgelenke an dem Stuhl festbanden, spürte wie die Klinge die Schnüre durchtrennte, spürte wie er sich wandte.

Sie ließ das Messer fallen, ließ es fallen und zog seinen Körper an ihren.

„Du wirst es nicht töten können, nicht hier, nicht jetzt, auch wenn es hier ist, auch wenn du es jetzt könntest.“

Seine Stimme war ein dürres Schwingen in der Luft:

„Ich kann es nicht...ich...“

„Ich weiß“, ihre Augen füllten sich mit Tränen, „Ich weiß, ich werde es immer wissen, solange es dich gibt.“

Sie löste sich von ihm, sah ihm in die Augen und jedes Zucken, jede Bewegung, erstarb.

„Ich werde es immer wissen wollen, ich will, dass es dich immer gibt.“

Sie brach zusammen, fiel vor ihm auf die Knie, vergrub ihren Kopf auf seinen Knien, ließ sich fallen, direkt in ihr Messer.

4 Kommentare 6.1.08 21:13, kommentieren

Unterschätzen will gelernt sein

Irgendwo habe ich den ersten Schultag selbst mit der Aussicht auf einige Arbeiten viel zu locker genommen, viel zu locker ging es aus dem Bett, unter die Dusche, in die Schule, zu den Leuten, irgendwo dazwischen.

 

Dafür gebührt mir doch glatt ein Dämpfer und zwar einer, der mich dazu verdammt meine Deutsch-Langzeitarbeit über Schiller in die Tonne zu werfen, da sie den heute gezeigten Vorstellungen meiner Deutschlehrerin leider nicht entsprach, gut, ich hätte das Zeug auch so lassen können und auf der Basis von dem was ich habe weiterarbeiten können, wäre halt wahrscheinlich eine 6 geworden und nun ja, wenn ich meinen Vorsatz für eine 1 sehe, steht das irgendwie ein bisschen kontraproduktiv da...ähm, ja.

 

Dann wars auch noch super lustig in Sport von meinem heißgeliebten Sportlehrer etwas genervt zu werden, der doch tatsächlich meint, mich ständig verbessern zu müssen, dass dabei natürlich nur noch mehr in die Hose ging, war klar.

Und nach etwas DVD schauen nach Sport, war die unterschätzte Erschöpfung endlich da und gesellte sich zu meiner eh schon mäßigen Laune, was dabei raus kam, liest man vielleicht in diesen Zeilen, vielleicht auch nicht, ist letztlich auch egal, solange ich es wenigstens mal aufgeschrieben habe...soll ja helfen das Ganze etwas lockerer zu sehen.

Lockerer würde ich liebend gerne auch sein, wenn ich dann morgen mit einem Muskelkater aus dem Bett gekrochen komme...

4 Kommentare 7.1.08 18:35, kommentieren

Der neue Style von myblog

So sieht myblogs neues Layout wohl aus.

 

Recht farbenfroh, recht übersichtlich und irgendwo doch ganz das alte myblog.

Neu ist wohl die "Tags"-Funktion, eine feine Sache, die leider etwas zu spät kommt.

Freiwillige hier, die meine alten Einträge mit Tags versehen wollen?

Niemand?

Eben, genau das meine ich, dennoch werde ich ab diesem Eintrag beginnen mit Tags zu arbeiten.

 

Sonst ist mein Internet plötzlich brutal lahm, zudem bin ich wegen Komplikationen gleich mal rausgeflogen und musste den geplanten Eintrag gleich noch einmal von neuem beginnen.

 

Wie sieht es denn bei euch aus?

Geht es euch mit myblog besser/schlechter? Was haltet ihr von dem Wechsel?

7 Kommentare 13.1.08 13:32, kommentieren

Wohin gehst du?

"Wohin gehst du?"

"Ich laufe einfach, laufe so schnell es geht, irgendwie nach vorne, doch ich falle zurück. Ich laufe, renne fast, doch meine Beine geben beinahe nach, sodass ich gezwungen bin mein Tempo etwas zu mäßigen. Dennoch laufe ich, verstehst du das?"

"Ich habe dich nie verstanden."

"Du wirst mich auch nie verstehen, denn ich laufe ja immer noch, solange ich laufe, wird mich nie jemand verstehen."

"Worauf zielst du denn ab?"

"Ich möchte fallen, zurückfallen, dann wird man mich verstehen. Man wird mir eine Hand reichen, mich halten und nie wieder laufen lassen, nie wieder gehen lassen."

"Lass dich doch fallen, auf die Knie."

"Ich würde dir nie diese Schwäche eingestehen, nie die Schwäche zeigen, selbst fallen zu können. Solange ich renne bleibe ich stark."

"Wenn du weiter rennst, wird man dich bald nicht mehr sehen können, nichts mehr von deiner Stärke. Keine Legenden mehr, nur dein Schatten, dein Schatten auf meiner Seele."

5 Kommentare 13.1.08 19:21, kommentieren

Graue Bilder

Oftmals ist das Wetter am Montag recht schön und lädt gerne mal zu einem entspannten Nachmittag ein und selbst wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, dann hat man immer noch die Option sich beispielsweise in sein Zimmer zurückzuziehen und den Regentropfen zuzuhören, die auf die Pflanzen und Dächer prasseln.

 

Am Montag haben wir Sport, acht Stunden Schule und da wage ich zu bezweifeln, dass ein gutes Wetter noch punkten kann.

Heute war es sogar recht beschissen, hat sich also einmal an den Schultag angepasst, der war wie immer dröge und fern von allem, was man sich eben so ersehnt.

Zwar hatten wir die Ehre ein paar Mehlwürmer zu quälen, doch der Spaß wurde von kräftigen Händen in Grenzen gehalten, die Hände gehörten erst zu Mathe und letztlich zu Sport.

 

Unser Sportlehrer hielt es nämlich für außerordentlich sinnvoll uns einen Vortrag über sein armes Dasein als Lehrer zu halten, das war natürlich sehr sinnvoll und ansprechend, da er ja unbedingt Wert darauf legen musste, seine Großzügigkeit breitzutreten.

Hauptsache die Schüler bekommen ein pathetisches, auf viel Unglaubwürdigkeit getrimmtes Bild ihres geliebten Sportlehrers.

Fachkompetenzen werden heute wohl per Lotto verteilt.

 

Natürlich war es auch notwendig mich in einen Vorführeffekt miteinzubeziehen, obwohl ich wohl zu den Losern des Volleyball gehöre, da wurde dann natürlich laut verkündet, dass ich mich mehr anstregenden muss, um nicht zur Lachfigur für das nächste Halbjahr zu werden.

Geht mir ehrlich gesagt am Arsch vorbei, was der Typ so sagt, aber irgendwo schlägt seine Art genau so an, wie sie sollte.

 

Nun geht es noch an Physik heran, damit morgen ja auch keine weitere Note um die 5 herum entsteht.

Oh...ganz vergessen, wir bekommen ja Chemie zurück!

Wunderbar, die Welt wird so wunderbar, die Schule wird so wunderbar und dieses Mal gibt es keinen Trost, denn für die ganze Scheiße ist niemand anderes verantwortlich als der Herr, der diese Zeilen in seinen Blog tippt.

 

Ich hasse Mitleidsnummern, aber irgendwo im Inneren ist es genau das, was ich immer wieder irgendwo suche: Mitleid...denn nichts fühlt sich schöner an als nicht mehr tiefer fallen zu können...

5 Kommentare 14.1.08 18:24, kommentieren