Ich geb's ja auf...!

Irgendwann ist in mir mal der Gedanke gereift den Blog etwas "umzukrempeln", sprich: Jetzt läuft der Hase anders!

 

Seltsamerweise hat's dann doch nicht so hingehauen, zwar wurden Anfänge gemacht, die aber fix wieder abgebrochen, irgendwie war es dann doch zu reizvoll, die selbsterstellten Grenzen zu sprengen.

 

Um was für einen Umkrempel-Versuch es sich überhaupt handelte...?

 

Nun ja, weniger Bezug zum eigenen Leben, dafür viel zu den allgemeinen Dingen, möglichst viel Differenz zum Ich also.

"Leider" erwies sich der Blog dann doch als der beste Ersatz zum drögen Tagebuch und musste für die seltenen Großereignisse einfach herhalten, so ist er letztlich doch wieder dort gelandet, wo er begonnen hat.

Direkt in meinem Leben.

3 Kommentare 29.7.08 16:59, kommentieren

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Hauptsache komplex

Ich könnte mich doch einfach mit einfacheren Sachen zufrieden geben, aber nein, es muss doch komplex sein!

 

Deshalb ist plötzlich Ehrgeiz geweckt, zu verstehen, wenn irgendeine Person anfängt, mit ihrem Fachjargon zu protzen oder sich - Gott bewahre - damit bloß auszudrücken!

So führt es mich schön zu Artikeln, die mit wunderbaren Begriffen nur so spielen, als seien sie das Alltäglichste der Welt, oder um es gleich in einem Ausschnitt eines Filmscripts des Medienkünstlers Matthew Barney etwas zu verbildlichen:

 

"Der Film spielt im Bronco-Stadium auf dem blauen Astroturf (so genannt das dortige Football-Feld). Über dem Feld schweben zwei Zeppeline, in denen sich jeweils ein nahezu identischer Raum befindet. Eingerichtet in einem futuristischem Weiß, mit einem riesigen Tisch auf dessen Mitte eine Skulptur steht, die einem Reproduktionssystem ähnelt (ähnlich wie zwei Eierstöcke und deren Leiter). Die Skulptur einkreisend und fast den ganzen Tisch bedeckend, liegen Weintrauben in großer Zahl auf dem Tisch. In einem Zeppelin sind sie rot, in dem anderen blau."

 

Und sowas ist dann wieder ungemein faszinierend (und ich frage mich, ob ich denn gar nichts zu tun habe).

3 Kommentare 28.7.08 16:54, kommentieren

Tatsächlich ein Jahr

So leicht zu glauben ist es ja nicht, aber mein Blog ist tatsächlich schon ein Jahr alt, genauer gesagt: ...gestern geworden.

 

Nicht mein erster Blog, so viel sei auch dazu gesagt, aber immerhin hat er damit als aktiver Blog schon einmal ein respektables Alter erreicht.

Zum Feiern habe ich allerdings keine Lust.

8 Kommentare 26.7.08 15:35, kommentieren

Andreas Steinhöfel - "Die Mitte der Welt"

 
 
Dieses Mal ist ein Jugendroman an der Reihe und zwar handelt es sich hier um "Die Mitte der Welt", ein ausgezeichnetes Buch, in vieler Hinsicht, aber zu Beginn sei erst einmal die Auszeichnung durch einen Buchpreis genannt.
 
Das Buch handelt vom Leben des 17-jährigen Phil, der durch die gegebenen Umstände ein äußerst außergewöhnliches Leben führt, darin aber auch mit den typischen Jugendproblemen konfrontiert wird. So lernt er seine erste wahre Liebe kennen und die damit verbundenen Konsequenzen, lernt das Gewicht von Freundschaften kennen und auch die typische Sehnsucht nach Entfaltung.
 
Das klingt natürlich nicht sonderlich innovativ und neu, ist man das ja schon von zig Jugendromanen gewöhnt, die ja alle auf Teufel-Komm-Raus, dieselbe Thematik für sich beanspruchen müssen.
Langsam sollte man also alles kennen.
Wieso also "Die Mitte der Welt" lesen?
 
Ganz frech habe ich hier natürlich die Herangehensweise des Autors an diese Thematik unterschlagen.
Andreas Steinhöfel hakt die Themen nicht einfach ab oder hält sich zu lange an den allgemeinen Dingen auf, sondern sucht die Faszination im Detail, in ganz alltäglichen Gegenständen etwa, denen oft eine eigene Geschichte gewidmet ist.
Viele Erlebnisse aus der Vergangenheit hängen etwa an Phils Puppe "Paleiko", die ihm in der Vergangenheit schon so manchen Rat gab.
Klingt magisch?
Ist es auf seine Weise auch.
Durch die vielen Erzählungen aus der Kinderzeit Phils bekommt die Welt dank die Perspektive des kleinen Jungen eine neue magische Seite, so werden eigene Interpretationen der Welt um ihn herum geschildert, Situationen, die man selbst kennt, sei es aus den Nachrichten oder aus Erzählungen, vielleicht sogar selbst erlebt hat.
Schicksale, oft tragisch, hier jedoch mit Feingefühl und auch Witz behandelt, sodass man selbst in den traurigsten Erzählungen noch etwas positives sehen kann.
 
Letztendlich ist "Die Mitte der Welt" keinesfalls in die Sparte von Teenie-Geschichten aus dem Alltag einzuordnen, sondern sollte in seiner Besonderheit geschätzt werden.
Ein wirklich magisches und auch poetisches Buch, wunderbar geschrieben und in höchstem Maße ansprechend (auch für Erwachsene).

4 Kommentare 25.7.08 12:44, kommentieren

Kinderleicht

Man glaubt es eigentlich kaum, aber es kann wirklich teils nicht kinderleicht sein, sein DSL-Set zum Laufen zu bringen, teilweise kann es sogar so gar nicht kinderleicht sein, dass man schon dazu gezwungen wird, extern Verstärkung herbei zu holen, die dann auch wieder etwas kostet, so nett und hilfreich sie dann auch ist.

 

Ich schließe: Kinderleicht ist mir zu teuer.

2 Kommentare 24.7.08 16:45, kommentieren

Tim Winton -

 


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Auch ich schließe mich einmal der Welle an Bücherrezensionen auf den hiesigen Blogs an, dabei trifft es "Welle" eigentlich ganz gut, denn um diese Wasserberge geht es in dem Buch, dem ich mich vor kurzem einmal genähert habe und keinesfalls enttäuscht wurde.

 

In der Geschichte geht es um einen alleine lebenden Vater, der seine Geschichte erzählt, eine Geschichte über die Freundschaft, die aufgrund eines Hobbies geprägt und letztendlich zerstört wird.

 

Der junge Bruce lernt in seinem heimatlichen Fischerdorf an der Küste Australiens den abenteuerlustigen Loonie kennen und lässt sich auf dessen Welt ein. Eine Welt voller gefährlicher Mutproben, voller Abeneteuer.

Dabei lernen die Jungen auch das Surfen kennen und mit diesem Sport den erfahrenen Wellenreiter Sando und dessen verbittert-wirkende Frau Eva. Durch ihn finden die Jungen den Zutritt in eine Welt, die ihnen bis dahin völlig fremd war und die sie bald zu verschlingen droht.

 

Das Buch selbst hat natürlich das gefährliche Surfen als Thema und baut auch die komplette Geschichte darum auf, doch wer erwartet nun eine detaillierte  Beschreibung des Sports erzählt zu bekommen befindet sich bereits auf dem Holzweg.

Zwar werden die Abenteuer der Jungen auf dem Meer sehr lebhaft und spannend erzählt, stellen jedoch nicht die Quintessenz des Ganzen dar, gerade später vertieft die Geschichte die Beziehungen und Hintergründe der Charaktere, zeigt den Verfall der Beziehung zwischen Bruce und Loonie schonungslos ohne jedoch die Faszination dessen außen vor zu lassen, was Bruce letztendlich den Boden unter den Füßen nahm.

Interessant dabei die Beschreibungen des Autors, der sich viel Zeit nimmt die Landschaft Australiens zu zeichnen ohne zugleich den Charakteren den Platz zu nehmen, den sie letztendlich brauchen, um zu zeigen, wohin Sucht  führen kann, wenn es keine Grenzen gibt, die sie halten kann.

 

Tim Winton hat mit "Atem" eine lebhafte, aber auch tragische Erzählung einer Jugend verfasst, die gut verständlich auch die anspruchvollen Leser zufrieden stellen sollte. 

Ein Tipp, nicht nur für Freunde des Wassersports!

1 Kommentar 20.7.08 23:49, kommentieren

Buchhandlungen

Merkwürdig eigentlich, schließlich war es vorher nicht so.

 

Vorher war ich eigentlich nie so wirklich davon begeistert.

Nicht sonderlich begeistert davon mich in eine Buchhandlung zu verirren und mir zig Bücher anzusehen, die Rückseiten zu studieren, mir meine Meinungen zu bilden.

 

Aber irgendwie bin ich durch eine Buchempfehlung in der Zeitung dann doch dazu bewegt worden, einen Schritt zu tun.

Dieser Schritt bestand eigentlich aus mehreren Schritten, die mich schließlich in der Buchhandlung stehen ließen.

Und dann habe ich einfach nur ein Buch bestellt, das war's dann auch mit meinem Besuch.

Darauf habe ich mir wieder ein Buch bestellt und kam so langsam in den Genuss mir das ganze einmal anzusehen, mich in die obere Etage der Buchhandlung zu verirren, dort dann endlich zu stöbern.

Am kalten Morgen hatte das seine eigene, unglaubliche Faszination, seine Art von Geborgenheit und letztendlich war es einfach schön.

Schön auch sich einmal im Schulalltag etwas zu flüchten, die ruhige Atmosphäre einzuatmen ohne irgendwelche Hetzereien.

 

Gemütlichkeit.

Das ist es wohl, was es so attraktiv macht gerade eine Buchhandlung zu besuchen.

 

Nun ist es auch so, dass ich erheblich mehr lese, als zuvor.

Eigentlich müsste ich doch der Zeitung danken, oder etwa nicht?

5 Kommentare 20.7.08 14:25, kommentieren