End of the line

Na ja, passender oder vielleicht auch romantischer hätte ich es ja gefunden, den Blog durch meinen Urlaubseintrag enden zu lassen, der teils ja recht schöne Interpretationsmöglichkeiten geboten hätte.

Aber gerade für die Leute, die mich immer noch brav in irgendeiner Weise verlinken, wäre das natürlich eher unpraktisch gewesen, so haben sie hier die endgültige Bescheinigung, dass mein Blog hier endet.

 

Weiterhin bleibt er als Archiv erhalten, jedoch werdet ihr es schwer haben, Links zu ihm zu finden, da ich nicht wirklich Wert darauf lege, dass meine Erfahrungen und Beiträge aus der Vergangenheit achso bekannt werden.

 

So just call it "end of the line" and take your way straight through the desert into civilisation.

6 Kommentare 13.10.08 16:59, kommentieren

Werbung


Bücherstöckchen

Joa, ich kann es ja unmöglich ausschlagen.

 

Gebunden oder Taschenbuch?

- Eigentlich egal. Wobei ich Taschenbücher eben praktischer und vor allem billiger finde.


Amazon oder Buchhandel?

- Buchhandel hat seine Reize, aber Amazon tut es auch, vor allem, was teils die Geschwindigkeit angeht.


Lesezeichen oder Eselsohr?

- Lesezeichen.

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?

- Ungeordnet, Reihen jedoch gewöhnlicherweise beeinander.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?

- Behalten.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?

- Behalten.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?

- Eher mit, obwohl es eigentlich nur Nachteile hat.

Kurzgeschichte oder Roman?


- Eher Roman, wobei Kurzgeschichten teils einfach bequemer sind.

Harry Potter oder Lemony Snicket?

- Harry Potter.


Aufhören wenn man müde ist, oder das Kapitel zu Ende?


- Kapitel zu Ende.

"Die Nacht war dunkel und stürmisch" oder "Es war einmal"?

- Ersteres.

Kaufen oder leihen?

- Trotz eher einmaligem Lesens, kaufen.

Neu oder gebraucht?

- Neu.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?

- Stöbern, dann Rezension/Empfehlung.
 
Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?

- Ja, muss zum Buhc passen.


Morgens, mittags oder nachts lesen?

- Eher Abends/Nachts.


Einzelband oder Serie?

- Einzelbänder sind mir lieber.


Lieblingsserie?

- Keine Ahnung? Harry Potter?

Lieblingsbuch von dem noch nie jemand gehört hat?

- Fällt mir so keins ein.


Lieblingsbuch das Du letztes Jahr gelesen hast?

- Kann das jetzt nicht so richtig einstufen.


Welches Buch liest Du gegenwärtig?

- Gerade keins.


Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?

- Das kann ich so genau nicht sagen.


Lieblingsautoren?

- Lese nicht nach Autoren, wobei manche schon im Gedächtnis bleiben.

7 Kommentare 12.10.08 13:03, kommentieren

Und ich bin dann mal wieder weg!

Öhm, ich glaube den Titel hatte ich schon einmal, deshalb habe ich ihn etwas "modifiziert", haha, clever, nicht?

 

Ohne große Ankündigungen und Worte verschwinde ich einmal in den, natürlich wohlverdienten, Urlaub am Bodensee und lasse euch unverschämterweise alleine, verzeiht es mir einfach, dann gibt sich das schon.

 

Eine schöne Zeit!

7 Kommentare 21.8.08 18:18, kommentieren

Mienen

Obwohl mich die Geräuschekulisse des Bahnhofs förmlich in sich aufsog und es mir schier unmöglich machte überhaupt noch etwas herauszuhören, schienen meine Schritte auf dem kahlen Steinboden durch die ganze Halle zu hallen.

Ich ging ziellos umher, während jeder um mich herum zu wissen schien, was er suchte und wenn es nur die Orientierungskarte war, ich jedoch lief zwar, aber nur um nicht um nicht zu stehen, nur um nicht in mir diese unangenehme Ruhe entstehen zu lassen, die mir alles nur viel klarer machen würde.

So lief ich und blieb nicht stehen, stur und kalt, wie die Luft um mich herum, stur und kalt wie die Mienen der Geschäftsleute, die hier unterwegs waren, auf ihren Wegen nach Hause, an einen warmen Ort, einen Ort, den ich selbst besaß, den ich jedoch nicht aufzusuchen wagte, da ich befürchtete, die letzte Brücke zwischen den Ereignissen der letzten halben Stunde zu zerstören.

 

Viel mehr klammerte ich mich an das Fremde.

Ich stellte mir vor, was die Geschäftsleute wohl taten, wenn sie aus ihrer seriösen Rolle schlüpften und nach Hause kamen.

Waren sie erschöpft und gereizt und duldeten keinen Widerspruch, wollten keinen Kontakt mit ihren Mitmenschen, ließen ihre Frau einfach stehen?

Oder waren sie so, dass sie nach Hause kamen und ohne ein Wort zu verlieren einfach losließen von all dem Ärger der Geschäftswelt, ihre steifen Mienen lockerten, um sich einem

warmen Kuss hinzugeben?

 

Ein warmer Kuss auf warmen Lippen.

Das waren sie gewesen, trotz der schneidenden, sturen Kälte, trotz der gottverdammten sturen Hoffnungslosigkeit, die sich unmerklich zwischen uns geschoben hatte, seit wir den Zug zum Bahnhof verlassen hatten.

Und sie hatte dennoch gelächelt, obwohl sie selbst genau gewusst hatte, was passieren würde, würde sie loslassen und sie musste loslassen, um ihren Zug nicht zu verpassen.

Wie gleichgültig mir ihr Lächeln jetzt war, überraschte mich selbst ein wenig, ich war kalt, kalt wie die Geschäftsleute, um mich herum, kalt, ohne überhaupt zu wissen, was es bedeutete kalt zu sein, denn konnte ich Menschen doch nicht einfach ihrem Gesichtseindruck einordnen.

Ich konnte mich selbst nicht mehr einordnen, nicht mehr in die Zeit, die mir so aus den Fingern geronnen war und nach der ich nun so verzweifelt tastete und das mit einer Miene, die nur die eines Geschäftsmannes sein konnte, der der Seriosität wegen kalt blieb und das vielleicht auch vor sich selbst.

Ich verließ den Bahnhof schweigend und zerstörte mit meinen hallenden Schritten die Brücke, die ich letzten Endes niemals überschreiten wollte, jetzt aber dankend nahm, um davon loszulassen, was mir später wie ein wegerworfener Rettungsring vorkommen würde.

Tatsächlich war sie nämlich nicht gestorben, sie wartete bloß an einem anderen Gleis auf mich.

3 Kommentare 21.8.08 00:12, kommentieren

Das Sommerloch

Nun ja, beschweren möchte ich mich darüber ja nicht, hat es doch so seine überzeugenden Vorteile.

Mein Loch ist äußerst geräumig, bietet mir ausreichend Zeit nichts zu tun, ausreichend Freiheiten, die es mir ermöglichen letzten Endes nichts zu tun und es ist eigentlich ein Wunder, dass ich gerade einen Eintrag verfasse.

Und das nichts tun ist herrlich entspannend, nur hat man am Abend eben das blöde Gefühl eben nichts geleistet zu haben, eigentlich nur halb so schlimm, denn auch daran gewöhnt man sich mit der Zeit des Nichtstuns.

 

Just take a try and everything will move on.

8 Kommentare 18.8.08 17:24, kommentieren

Oh, and I remember it all

Als sie dann wirklich gegangen war, hatte sich auch der letzte Funken verdammter Hoffnung in dem Wind verloren, der sich letztendlich irgendwie doch seinen Weg in den alten Pub gebahnt hatte.

 

"Everything I've seen, everything I've touched, everything that was in my mind is gone. And everything I got now is you."

 

Ich hielt einfach daran fest und glaubte naiverweise, dass sie damit an mir hing und niemals loslassen würde, doch manche Halte verlieren ihr Profil und man fällt einfach ab, sie ließ sich fallen und das macht es so schwer für mich.

Letztendlich kann ich nicht akzeptieren, was geschah, letztendlich hänge ich zwischen meinen Gedanken fest, unfähig zu handeln, unfähig zu begegreifen, dass sie schlichtweg gelogen hatte.

 

---

 

Damien Rice' Song "Cheer's Darlin'" gewidmet.

1 Kommentar 14.8.08 20:08, kommentieren

Joanne K. Rowling - "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes"

---

 

Ja, da habe ich ihn wohl gelesen, den ultimativen letzten Band der Potter-Saga, lange nachdem ich den 6., hochdramatischen Teil hinter mich gebracht habe.

 

Über die gesamte Story will ich mich hier eigentlich nicht auslassen, sollte sie doch jede Person kennen, die sich auch nur minimal mit Büchern beschäftigt, oder auch nur die Ohren und Augen weit genug offen hält, um durch die Öffentlichkeit praktisch automatisch informiert zu werden.

 

Nun geht's jedenfalls auf den großen Gegner Voldemort zu und Harry muss stark an alle seine Stärken und Freunde glauben, um das zu überstehen und letztendlich zu siegen.

 

Das Buch ist zweifellos spannend und schön geschrieben, hat nach wie vor seinen Charme und überzeugt durch eine runde Handlung, die auch sinnvoll zu Ende geführt wird.

Dennoch gibt es nahezu offensichtliche Makel, die vielleicht einfach auch nur Produkte der konsequent-vorantreibenden Handlung sein mussten. 

So leidet leider die emotionale Seite des Buches.

Harry ist größtenteils ziemlich blass, während andere Charaktere nach wie vor ihren Charakter nur zu deutlich machen, wie etwa Ron oder Hermine, die deutlich lebendiger und greifbarer erscheinen, als der Narbenträger.

Ebenso kommen die Beziehungen zwischen den Charakteren leider größtenteils zu kurz, etwa zwischen Ron und Hermine oder Harry und Ginny, so ist es gerade gegen Ende nicht allzu offensichtlich, weshalb etwa zwei Charaktere plötzlich auf jene Weise zueinander handeln.

 

Aber das sind dann auch nur Abzüge in der B-Note. Letztendlich unterhält der finale Band sehr gut, steckt voller Überraschungen und Abenteuer und macht schlichtweg süchtig.

Lediglich der Schluss wirkt vielleicht ein wenig zu theatralisch und wird sich demnach sicher super für den Film dazu machen. Schade eigentlich.

 

Aber Vorwürfe sollte man Mrs. Rowling dennoch nicht machen, letztendlich bleiben nämlich keine Fragen offen, wenn der Schluss dann auch jeden Ansatz einer Fortsetzungsmöglichkeit terminiert.

7 Kommentare 9.8.08 13:40, kommentieren